Ein solides Lesequartal. Ich hab immer noch ein Buch aus dem ersten Quartal auf meinem Lesestapel und hoffe, dass es mir im nächsten Jahresviertel gelingt, es endlich zu Ende zu lesen. Ansonsten freue ich mich, dass ich es von April bis Juni geschafft habe, dass drei der vier Bücher von einer Autorin stammen. Hier kommen nun meine Lese-Highlights für Q2.
Statistik
Bücher: 3
Comics: 1

Todesmarsch
Stephen King | Buch | 2013, Heyne Verlag, 400 Seiten, übersetzt von Nora Jensen
„Todesmarsch“ ist vor einiger Zeit als Verfilmung in den Kinos erschienen und ich fand den Trailer ganz spannend. Gesehen habe ich den Film jedoch nicht, aber nun die literarische Vorlage gelesen. Auch wenn Stephen King für seine Horrorgeschichten bekannt ist, ist „Todesmarsch“ nicht auf klassischem Weg gruselig. Dafür ist es bedrückend, dystopisch und psychologisch grausam. Es geht um eine Gruppe von Jugendlichen, die an einem alljährlichen Ereignis teilnehmen. Sie müssen laufen. So lange bis nur noch einer übrig bleibt. Einmal los gelaufen, gibt es keinen Ausweg mehr. Entweder laufen oder sterben.
Das Buch ist eingängig und kurzweilig geschrieben, auch wenn die sexistischen, vulgären Szenen anstrengend waren. Frauen tauchen in diesem Buch eigentlich nur als Mütter oder Freundinnen/Sexualpartner auf. Die Situation und das selbst gewählte Schicksal der Jungen ist eigentlich hanebüchen und wird wenig erklärt. Trotzdem schafft es King, die Geschichte um Gier, Tod und Zusammenhalt spannend zu erzählen und in menschliche Abgründe abzusteigen, die beängstigend und faszinierend zugleich sind.

Everything is OK
Debbie Tung | Comic | 2022, 184 Seiten
Der Comic von Debbie Tung ist autobiografisch. Sie erzählt von ihren Ängsten und Depressionen. Sie erzählt von ihren Schwierigkeiten und Tiefpunkten, der Erkenntnis etwas ändern zu müssen und ihrem Weg zu mehr Akzeptanz und Achtsamkeit für und mit sich selbst.
Der Comic ist schön illustriert und gibt die Gefühle verständlich und nachvollziehbar wieder. Er ist kein Selbsthilfebuch und gibt auch keine Tipps, mit denen man eine Depression besiegen und anschließend fröhlich weiterleben kann. Es eröffnet keinen perfekten Weg zur Heilung. Es ist eine persönliche Geschichte, die zeigt, dass das Leben Höhen und Tiefen hat und man lernen kann, seine dunklen Gedanken einzuordnen und mit ihnen zu leben. Die Geschichte zeigt, was man trotzdem alles schaffen kann. Das es immer weitergeht.
Weitere Bücher
- 50 Sätze, die das Leben leichter machen. Ein Kompass für mehr innere Souveränität | Karin Kuschik | Buch | 304 Seiten
- Dunkelgrün fast schwarz | Mareike Fallwickl | Buch | 480 Seiten

